Jogging für's Gehirn

Wie oft in der letzten Zeit haben Sie eigentlich etwas Wichtiges vergessen? Sagen Sie jetzt nicht „nie", denn das würde heißen, dass Sie eigentlich nichts im Kopf haben! Tatsache ist nämlich, je mehr der Mensch im Kopf hat, desto eher neigt er auch dazu, Dinge zu vergessen.
Reizüberflutungen, Uninteressantes und dazu ein absolut normales Maß an Vergesslichkeit können leider sehr oft den Eindruck bewirken, dass Sie sich absolut nichts mehr behalten, Sie selbst das Gefühl nicht mehr los werden, alles immer schneller zu vergessen. Aber was Sie bestimmt nie vergessen, ist die These, dass das Gehirn im Alter schrumpft - eine Tatsache, genau genommen um ganze 6 % des jugendlichen Volumens. Wenn Sie aber bedenken, dass unser Gehirn eigentlich nur zur Hälfte genutzt wird, dann spielt diese Zahl praktisch keine Rolle.
Es wird gesagt, dass das intakt gebliebene Gehirn eines alten Menschen ebenso aktiv und effizient wie das eines jungen Menschen ist. Und selbstverständlich wird diese Aussage auch mit Vorbildern belegt: Goethe, Picasso, Einstein, Adenauer, um nur einige der bekanntesten zu nennen.
Regelmäßiges Training
Damit dem so ist, müssen Sie Ihr Gehirn aber regelmäßig fordern oder, besser ausgedrückt, trainieren, um so die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Die grauen müden Zellen können Sie ganz einfach aktivieren. Zwanzig Minuten pro Tag reichen aus, um Ihre Geisteskraft zu steigern. Pro Tag sollten Sie sich mindestens zweimal zehn Minuten Zeit für Ihre grauen Zellen nehmen.
Doch was passiert eigentlich in unserem Kopf? Wie merken Sie sich was und vor allem wie?
Im Ultrakurzzeitgedächtnis (Speicherdauer: Sekunden bis einige Minuten) speichern wir alles, ob wichtig oder unwichtig, was an Äußerlichkeiten auf uns einstürmt. Ultrakurz heißt, dass bereits nach wenigen Sekunden die unwesentlichen Teile des Geschehens, also alles, was keinerlei Informationsgehalt für uns hat, vom Gehirn wieder vergessen werden.
Das Kurzzeitgedächtnis (Speicherdauer: bis zu 24 Stunden) speichert Informationen über einen bestimmten Zeitraum hinweg und verliert diese in der Regel erst dann, wenn die Aufgabe erfüllt bzw. unwichtig geworden ist.
Im Langzeitgedächtnis (Speicherdauer: über Jahre hinweg) hingegen werden Eindrücke und Informationen gespeichert, die auch nach längerer „Ruhezeit" von uns abgerufen und verwendet werden können. Hier, in diesem wichtigsten Teil unseres Gedächtnisses sind alle jene Daten, die wir zum Leben benötigen, gespeichert und abrufbereit. Praktisch alles, was wir unserem Gehirn irgendwann einmal regelrecht eingetrichtert haben, bleibt im Langzeitgedächtnis bis an unser Lebensende gespeichert.
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Das Gehirn kann nicht allein durch geistige Nahrung ernährt werden. Es braucht auch eine gesunde Vollwerternährung, angereichert mit Spurenelementen und Ballaststoffen. Vitamine spielen dabei eine wesentliche Rolle für die Nervenfunktion und den Aufbau von Nervenzellen. Das Gehirn braucht Energie, damit es arbeiten kann. Brennstoff für die grauen Zellen ist die Glukose, die kleinste Einheit der Kohlenhydrate. Um unseren Glukosespiegel oder besser bekannt als Blutzuckerspiegel möglichst auf gleich bleibendem Niveau zu halten, ist es sinnvoll, überwiegend komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornbrot, Getreide, Naturreis, Gemüse, Kartoffeln und Obst zu verzehren. Im Verdauungstrakt werden diese Kohlenhydrate nur langsam abgebaut. Die Glukose- Moleküle gelangen folglich erst nach und nach über das Blut ins Gehirn und versorgen es auf diese Weise über Stunden mit der richtigen Energie.
Verzichten Sie auch auf die alltäglichen kleinen Laster wie Rauchen, Alkohol und fettes Essen, und Ihr Gehirn wird es Ihnen dadurch danken, dass seine Durchblutung bis ins hohe Alter funktioniert und nicht durch Verkalkung gebremst wird.
Neben Obst und Gemüse bieten auch Apotheken ein umfangreiches Sortiment an Vitamin- und Mineralstoffpräparaten.
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