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spreepharma-news.de

27. 10. 2009
Kategorie: Neue Behandlungsmethoden

Schonende Myom-Entfernung mit gezieltem Ultraschall


Neue Behandlungsmethode für schonende Entfernung/Behandlung von Myomen in der Gebärmutter.

Der Lehrstuhl an der Universität Witten/Herdecke im Marien-Hospital verfügt zusammen mit Bochumer Radiologen über eins von drei Geräten in Deutschland

Myome (Gebärmuttergeschwulst) sind gutartige Gewächse aus Muskulatur und Bindegewebe. Eine neue Behandlungsmethode lässt die schonende Entfernung/Behandlung von Myomen in der Gebärmutter zu: Dazu wird Ultraschall gebündelt und präzise auf das Myom ausgerichtet. Dadurch wird das Gewächs so stark erhitzt, dass es schrumpft oder sogar abstirbt. "Ein Drittel aller Frauen über 30 entwickeln ein Myom und oft verhindert die Wucherung eine Schwangerschaft", berichtet Prof. Dr. Wolfgang Hatzmann, Lehrstuhlinhaber für Gynäkologie an der Universität Witten/Herdecke (UWH). "Mit Medikamenten können wir bisher nur begrenzt helfen und eine Operation bringt immer die Gefahr mit sich, dass die Gebärmutter geschädigt wird und bei einer späteren Schwangerschaft quasi eine Sollbruchstelle entsteht. Daher konnten wir jungen Frauen mit Kinderwunsch nicht wirklich gut dazu raten", macht er die bisherige Zwangslage deutlich.

Bundesweit bieten 3 Krankenhäuser die Neue Behandlungsmethode an

Das Marien-Hospital in Witten, an dem Hatzmann Chefarzt ist, ist nun neben Berlin und München eines von drei Krankenhäusern in Deutschland, die diese neue Behandlungsmethode anbieten. Sie kann insbesondere jüngeren Frauen mit Kinderwunsch helfen. "Wir kooperieren dazu mit der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Rechener Straße. Denn die Behandlung muss quasi in der Röhre des MRT erfolgen, um den Ultraschall genau auf das Myom zu richten", erläutert Hatzmann das Verfahren. "Der Magnet-Resonanz-Tomograf ist so etwas wie unser Zielfernrohr, mit dem wir die Schallwellen mit der Genauigkeit von unter einem Millimeter lenken können. Denn wir beschießen das Myom ungefähr 50 Mal für 10 bis 15 Sekunden. Das schädigt den Kern so sehr, dass die Wucherung im Idealfall ganz abstirbt." Zumindest aber verkleinert sich das Myom so sehr, dass es kein Hindernis mehr für eine Schwangerschaft darstellt.

Weitere Informationen bei:
Prof. Dr. Wolfgang Hatzmann
Tel. 02302/173-1323
www.marien-hospital-witten.de

[idw,UWH]






 

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